Was der Himmel erlaubt -von Douglas Sirk
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"Was der Himmel erlaubt" ist ein US-amerikanisches Melodram von Douglas Sirk aus dem Jahre 1955. Es basiert auf dem Roman All That Heaven Allows von Edna und Harry Lee. "Was der Himmel erlaubt" ist DER Klassiker unter den Schnulzen aus Hollywood. Wunderbare Farben, jede Szene ein Kunstwerk und trotz seines Alters ein aktueller Film. Ein wunderbarer Rock Hudson, ein Film, den man gesehen haben muss!
Zur Handlung:
Die seit einiger Zeit verwitwete Cary Scott mauert sich in ihrer Trauer ein. Sie hat Freundinnen, vor allem Sarah Warren, und einen bejahrten Ausgehpartner, aber die Liebe scheint aus ihrem Leben verschwunden. Ihr einziger Trost sind ihre beiden bereits studierenden Kinder, die altkluge Kay und der konventionelle Ned. Das ändert sich durch Ron Kirby, der die Bäume von Carys Garten pflegt und beschneidet. Er ist jünger als sie und gehört als Gärtner und Baumschulenbesitzer nicht ihrer Gesellschaftsklasse an. Rons Freundeskreis ist schlicht, natürlich und naturliebend; dort wird Thoreau gelesen und in herzlicher Freundlichkeit gefeiert. Cary verliebt sich in Ron und er sich in sie. Ron macht ihr einen Heiratsantrag und beginnt, eine alte Mühle auszubauen, die ihm gehört und die Cary sehr gut gefallen hat. Aber Carys Versuch, Ron in ihr Leben zu einzubinden, scheitert: Im Country-Club wird über die Mesalliance gelästert, Cary wird abfällig wie ein leichtes Mädchen behandelt, und ihre beiden Kinder sagen sich von ihr los. Diesem Druck vermag Cary nicht standzuhalten. Sie teilt Kay und Ned mit, dass sie Ron nicht wiedersehen werde. Dann aber merkt sie, dass ihre Kinder ihr Opfer nicht zu würdigen wissen, dass ihr an der Anerkennung des Country-Clubs nichts liegt und dass sie Ron unverändert liebt. Nachdem sie wegen anhaltender Kopfschmerzen ihren Arzt aufsucht, redet ihr dieser ins Gewissen, weil sie sich vom Leben abwendet. Danach fährt sie zu Rons Haus, der mit einem Freund auf der Jagd war. Doch Cary verlässt der Mut und will mit ihrem Auto wieder wegfahren. In diesem Moment kehrt Ron zurück, will zu ihr – und stürzt dabei einen Abhang hinunter. Als man Cary über Rons Unfall informiert, sucht sie den Bewusstlosen sofort auf. Als dieser die Augen aufschlägt und verwundert fragend ihren Namen sagt, antwortet sie ihm, dass sie nun für immer nach Hause gekommen sei.
Wirkung
Der Film rechnet gnadenlos mit der Gesellschaft der 50er Jahre in Amerika ab, indem er sie als klatschsüchtig, arrogant, materialistisch und gehässig beschreibt. Als Gegenbild wird ihr der naturliebende Freundeskreis von Ron gegenübergestellt, in dem Walden von Thoreau gelesen wird. Der Film erhielt keinerlei Auszeichnungen, ist aber wegen seiner in betörend schöne Bilder eingefangenen subversiven Botschaft ein Musterbeispiel für Douglas Sirks Meisterschaft, ungeachtet des seinerzeit bei Studioproduktionen bestehenden Anpassungsdrucks dennoch zum Kern der Dinge vorzudringen und diesen durch ironische Brechungen noch zu verstärken – wie u.a. beim Happy End, wo in der letzten Einstellung ein Damhirsch durch ein schneebeschlagenes Fenster hereinschaut. Seit den 70er Jahren gehört der Film zusammen mit anderen Melodramen Sirks zu den großen Vorbildern von Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder, Pedro Almodóvar, Quentin Tarantino und Todd Haynes („Dem Himmel so fern“).
Slumdog Millionaire
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Der in Indien gedrehte Film erzählt von dem Tag im Leben des Jamal Malik, an dem er den Hauptpreis – 20 Millionen indische Rupien – in der Fernsehsendung „Who Wants to Be a Millionaire?“ gewinnt. Vor allem aber werden in Form von Rückblenden die Erinnerungen Jamals an sein bisheriges Leben und an den Vortag, an dem er alle Fragen der Quizsendung bis zur „Millionenfrage“ richtig beantwortet hatte, gezeigt.
A: He cheated
B: He’s lucky
C: He’s a genius
D: It is written
Warum sollte ausgerechnet ein ehemaliger Straßenjunge aus Mumbai als erster die Millionenfrage richtig beantworten können? Während sich der Film schließlich für Antwort „D: It is written“ entscheidet, gibt es für den Moderator der Show, Prem Kumar, keinen Zweifel daran, dass es sich bei dem 18-jährigen Jamal um einen schamlosen Betrüger handelt, zumal er selbst auch aus den Slums kommt und sich mühsam hochkämpfen musste. Um seine daraus resultierenden Minderwertigkeitskomplexe zu kaschieren, macht er sich während „seiner“ Show ans Publikum gewendet mehrfach über den Slumdog-Kandidaten lustig, der es zwischenzeitlich allenfalls zum Laufburschen gebracht habe, für den sich das Quiz ohnehin noch als unlösbare Herausforderung erweisen würde. Als sich die beiden in der Werbepause auf der Toilette begegnen, hat Prem keine Skrupel, Jamal eine falsche Antwort zukommen zu lassen. Doch Jamal durchschaut die Lüge und errät die richtige Lösung. Kurz vor der letzten Frage ertönt das Signal zum Ende der Sendung.
Vor den Türen des Studios wartet bereits die von Prem benachrichtigte Polizei. Jamal wird auf das Revier gebracht, dort gefoltert und verhört. Als Jamal zu Wort kommt und zu jeder einzelnen Quizfrage erklären kann, wieso er die Antwort wusste, lässt sich der Kommissar von seiner Geschichte fesseln. In Rückblenden erfährt der Zuschauer so von den Lebensgeschichten Jamals und seines Bruders Salim im modernen Indien, vom Aufwachsen der Halbwaisen im Slum, dem gewaltsamen Tod der Mutter und dem Zusammentreffen mit der Waisen Latika. Jamal berichtet von der unfreiwilligen Zeit der drei Kinder in einer Bettelorganisation, der Flucht der Brüder, dem unsteten Leben als fliegende Händler in Zügen und als vermeintliche Fremdenführer am Taj Mahal, bis zum Bruch mit seinem Bruder und dem jetzigen Leben als Teeservierer (Chaiwallah) in einem Callcenter. Jede Quizfrage steht für einen bestimmten Lebensabschnitt, und so erklärt sich auch, dass es Jamal nicht um das zu gewinnende Geld geht, sondern darum, durch den Fernsehauftritt seine Liebe Latika wiederzufinden, die er zuvor bereits mehrfach getroffen und wieder verloren hatte.
Jamal ist über Nacht zum Medienstar geworden. Da der Kommissar schließlich von der Unschuld Jamals überzeugt ist, lässt er ihn rechtzeitig vor der entscheidenden Fernsehsendung frei und bringt ihn zum Studio. Sein Bruder Salim, der Jamal im Fernsehen sieht, bereut seinen Lebenswandel als skrupelloser Handlanger des reichen Verbrechers Javed. Er verhilft Latika, die Javed inzwischen zu seiner Liebesdienerin gemacht hat, zur Flucht und überlässt ihr sein Mobiltelefon und seinen Wagen, mit dem sie zur Show fahren will. Jamal kann indessen die letzte Frage nach dem Namen des dritten Musketiers nicht beantworten. Er wählt den Telefonjoker und lässt die einzige Nummer anrufen, die er kennt – die seines Bruders. Latika, die im Verkehrschaos Mumbais steckengeblieben ist, sieht ihn in einem der zahllosen Fernsehgeräte und beantwortet seinen Anruf. Dass Latika lebt, bringt Jamal durcheinander, allerdings kann auch sie ihm nicht helfen. Jamal setzt alles auf eine Karte und die Antwort A (für Aramis) – und hat damit das letzte Rätsel per Zufall gelöst.
Zur gleichen Zeit will Javed sich an Salim für dessen Verrat rächen. Doch Salim inszeniert seinen eigenen Tod, erschießt seinen Boss und wird daraufhin – in einer Badewanne voller Geld liegend – von dessen Wachen erschossen. Später in dieser Nacht treffen sich Jamal und Latika auf dem Victoria-Bahnhof und küssen sich. Es folgt ein musikalisch-tänzerischer Abspann im typischen Bollywood-Stil.




