Film Club Barchel – “Verrückt nach Paris”
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Der Film-Club-Barchel veranstaltet anläßlich der Installation einer neuen 3 Meter breiten Leinwand am kommenden Freitag 12.3.2010 ab 19:30 einen Abend der “offenen Tür” in der Alten Schule Barchel (Probenraum). Alle Club-Mitglieder und alle, die es vielleicht noch werden, sind herzlich eingeladen, die neue Leinwand zu begutachten. Gezeigt wird der wunderbare Film “Verrückt nach Paris” von Eike Besuden aus dem Jahre 2002. “Drei Behinderte machen auf eigene Faust Urlaub vom Heim. Daraus entwickelt sich ein temporeiches Road-Movie, das an Witz und Situationskomik manch andere Komödie in den Schatten stellt und an dessen Ende die drei mit beneidenswerter Kraft und Verstand die Verwirklichung ihrer Träume vorangetrieben haben werden.
Hilde, Karl und Philip leben in einem Heim für Behinderte. Hilde arbeitet als Küchenhilfe und schält eimerweise Kartoffeln, Philip und Karl stellen in einer betreuten Werkstatt Watschelenten her. Alle drei sind frustriert und gelangweilt. Ein paar Tage Urlaub wollen sie sich nehmen und hauen aus dem Heim ab. Die drei verhalten sich dabei auffallend clever, schließlich haben sie im Heim gelernt, ihre Sachen selbst in die Hand zu nehmen. Enno, ihr Betreuer, ausgebrannt von seiner Arbeit, macht sich widerwillig auf den Weg, das Trio zurückzuholen. Eine Verfolgungsjagd mit Hindernissen beginnt, die über Umwege bis nach Paris führt. Dabei lässt sie ihre absolute Solidarität untereinander ihrem Pfleger immer eine Nasenspitze voraus sein. Am Ende ist nichts mehr wie es war. Denn nach Paris ist alles verrückt.”
Der Regiesseur Eike Besuden ist vielen sicher noch bekannt als Moderator von Radio Bremen (“Buten un Binnen”). Neben Dominique Horwitz spielen drei Laien SchauspielerInnen des Bremer Blaumeier-Ateliers in den Hauptrollen. Ein Film, der zu Herzen geht, ein Film, der zum Lachen anregt, eiin Film den Sie auf keinen Fall verpassen sollten.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des FilmClub unter http://filmclub.barchel.de oder telefonisch bei Bernhard Autschach unter 0172 – 6861212.
Der Pianist – Roman Polanski (2004)
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“Basierend auf der Bestseller-Autobiografie “Das wunderbare Überleben” von Wladyslaw Szpilman erzählt Ausnahmeregisseur Roman Polanski eine wahre Geschichte aus dem Polen der Nazi-Barbarei und kehrt 40 Jahre nach seinem oscarnominierten Regiedebüt in seine Heimat zurück.
Im Mittelpunkt der Handlung steht der gefeierte jüdische Konzertpianist und Komponist Wladyslaw Szpilman (Adrien Brody). Mit dem Einmarsch der Nazis in Polen,
beginnt auch für Szpilman eine Zeit des Leidens. Nur mit viel Glück entkommt er der Deportation aus dem Warschauer Ghetto und findet in den Ruinen der Stadt Zuflucht. Im täglichen Kampf ums nackte Überleben in der gespenstisch entvölkerten Metropole, hilft ihm ausgerechnet ein deutscher Offizier (Thomas Kretschmann).
Polanski weiß aus eigener Anschauung, wovon er spricht. Er flüchtete als Kind selbst aus dem Krakauer Ghetto, seine Mutter wurde in Ausschwitz ermordet. Obwohl man nie das Gefühl hat, dass es Polanski vordergründig um die Aufarbeitung seiner persönlichen Vergangenheit geht, ist diese Verbindung immer spürbar. Trotz des auf Distanz bedachten unterkühlten Stils bricht die eigene Empfindung in Form unbändiger Wut durch und ist für verstörende, ungemein intensive Szenen verantwortlich.
So muss Szpilman beispielsweise hilflos miterleben, wie ein kleines Kind, dass er durch ein Mauerloch zu sich ziehen will, von der anderen Seite von dessen Verfolgern erschlagen wird. An anderer Stelle wird ein SS-Mann gezeigt, der eine Gruppe frierender Häftlinge nur so zum Spaß drangsaliert. Es ist die Willkür mit der über Leben und Tod entschieden wird, sowohl beim grölenden SS-Schergen als auch beim helfenden deutschen Offizier.
Polanski hat gesagt, dass er immer wusste, er würde irgendwann einen Film über den Holocaust drehen. Dass es ihm erst so spät, als knapp 70-Jährigem, gelungen ist, hat beinahe etwas Rührendes. Gleichzeitig steht vielleicht Polanski selbst für den Hoffnungsschimmer, den er in der Geschichte des Pianisten Szpilman entdeckt hat. Er selbst hat schließlich sein Leben gelebt, auch wenn es lange gedauert hat, bis er zurückblicken konnte.” –Thomas Reuthebuch
Quelle: Aus der Amazon.de-Redaktion
Lacombe Lucien – Louis Malle 1973
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Im Juni 1944 wendet sich der junge französische Bauernbursche Lucien an seinen früheren Lehrer mit der Bitte um Aufnahme in die Résistance. Als der ihn wegen seines jugendlichen Alters ablehnt, wendet sich Lucien den Nationalsozialisten zu und lässt sich von diesen als Helfer anwerben. Nachdem er den Lehrer als Organisator des Widerstands verraten hat, kann er sich dank seiner neuen Macht der Familie eines reichen jüdischen Schneiders aufdrängen. Dort findet er Gefallen an der Tochter des Hauses.
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“Lucien strotzt aus allen Poren von jugendlicher Kraft, von Tatendrang und Draufgängertum. In kriegerischen Zeiten können diese Energien aber durchaus fehlgeleitet werden. Wir schreiben das Jahr 1944, deutsche Besatzungszeit in Frankreich. Lucien arbeitet in einem Altenheim. Das reicht ihm aber nicht mehr aus. Er versucht bei seinem ehemaligen Dorfschullehrer bei der “Résistance” anzuwerben, wird aber als zu jung abgelehnt. Na, dann eben zum Feind, denkt es sich wohl. Bei der deutschen Polizei findet er schnell Gefallen an Macht und Skrupellosigkeit. Ein durchaus gefährlicher Job, doch das scheint Lucien fällig egal zu sein. No risk no fun!
Durcheinander gerät er erst, als er sich in die Tochter eines versteckt lebenden jüdischen Schneiders verliebt. Mit seinem aggressiven Imponiergehabe beisst er jedoch zunächst auf Granit…..”
Verrückt nach Paris – von Eike Besuden
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Drei Behinderte machen auf eigene Faust Urlaub vom Heim. Daraus entwickelt sich ein temporeiches Road-Movie, das an Witz und Situationskomik manch andere Komödie in den Schatten stellt und an dessen Ende die drei mit beneidenswerter Kraft und Verstand die Verwirklichung ihrer Träume vorangetrieben haben werden.
Hilde, Karl und Philip leben in einem Heim für Behinderte. Hilde arbeitet als Küchenhilfe und schält eimerweise Kartoffeln, Philip und Karl stellen in einer betreuten Werkstatt Watschelenten her. Alle drei sind frustriert und gelangweilt. Ein paar Tage Urlaub wollen sie sich nehmen und hauen aus dem Heim ab. Die drei verhalten sich dabei auffallend clever, schließlich haben sie im Heim gelernt, ihre Sachen selbst in die Hand zu nehmen. Enno, ihr Betreuer, ausgebrannt von seiner Arbeit, macht sich widerwillig auf den Weg, das Trio zurückzuholen. Eine Verfolgungsjagd mit Hindernissen beginnt, die über Umwege bis nach Paris führt. Dabei lässt sie ihre absolute Solidarität untereinander ihrem Pfleger immer eine Nasenspitze voraus sein. Am Ende ist nichts mehr wie es war. Denn nach Paris ist alles verrückt.
Eike Besuden und Pago Balke ist mit Verrückt nach Paris eine fulminante Komödie gelungen, die nach der Uraufführung auf der diesjährigen Berlinale und auf weiteren Festivals vom Publikum euphorisch gefeiert wurde. Faszinierend ist die Leistung der behinderten Hauptdarsteller, die mit entwaffnenden Charme, natürlicher Ausstrahlung und großem Selbstbewusstsein mehr oder weniger sich selbst spielen, dabei aber eine witzige Distanz finden, die den Zuschauer unmittelbar und vorbehaltlos einnimmt und jede Betroffenheit von Beginn an im Lachen erstickt.


